Verbrauchertäuschung durch veralteten Webauftritt?

Intern.de berichtet über ein neuseeländisches Gerichtsurteil, das auch hier Folgen haben könnte: Ein Restaurant wurde verurteilt, weil die Angaben auf der Website hoffnungslos veraltet waren. Droht nun in Deutschland die nächste Abmahnwelle?

Die Geldstrafe in Höhe von ca. 1.640 Euro zuzüglich der Verfahrengebühren wurden dem Restaurantbetreiber aufgebrummt, weil ein Gast sich wegen Fehlinformationen auf der Website des Restaurants beklagt hatte. Die Online-Speisekarte war hoffnungslos veraltet, die Preise waren nicht mehr aktuell. Geklagt hat aber – was dem Ganzen zusätzliche Brisanz verleiht – ein Restaurantbesitzer-Verband, den der Kunde schließlich kontaktierte und auf dessen Mängelrügen der Restaurantbesitzer ebenfalls nicht reagierte.

Rechtlich können die Fehlangaben als unlauterer Wettbewerb oder als Verbrauchertäuschung angesehen werden, zumal die Preisangaben nicht mehr stimmten. Interessant ist aber, dass der Restaurantbesitzer angab, ihm sei das Problem bekannt sei. Es fehle ihm aber an Zeit und auch an der notwendigen Kompetenz, um Äderungen an dem Auftritt vorzunehmen.

Ich kenne viele kleine Unternehmen, die genau aus diesen Gründen veraltete Websites haben. Irgendwann hat man mal ein Angebot zur Homepage-Erstellung angenommen oder ein Werksstudent oder “der Sohn vom Meier” hat die Website irgendwann erstellt. Und seitdem stehen die Seiten im Netz und keiner kümmmert sich um sie. Auch wenn es im konkreten Fall um Neuseeland ging, ist es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis bei uns die ersten Klagen wegen veralteter und irreführender Webseiten die Gerichte beschäftigen!

Bubbler will Web-Publishing und Blogging neu erfinden

Kennen Sie schon Bubbler? Nein? Dann verpassen Sie gerade eine neue “Revolution” im Online-Publishing! Das Silicon-Valley-Startup Five Across hat einen Service gestartet, der … halten Sie sich fest … Homepage-Tool, WYSIWYG-Editor, Drag-and-Drop-Interface, Weblog, Chat, Community, Collaboration- und Projekttool miteinander verheiratet und der es jedermann erlauben soll, nützliche Websites zu erstellen – ganz ohne HTML-Kenntnisse.

Das Ganze basiert auf einem gehosteten Service, der sich derzeit im öffentlichen Betatest befindet, zukünftig aber 4,95 US-$ pro Monat kosten soll. Um den Dienst zu nutzen, lädt sich der Nutzer eine Software herunter (derzeit für Windows und Mac OS erhältlich) und legt einen Bubbler.net-Account an. Über die Software werden die Inhalte eingepflegt und verwaltet, wobei sich Änderungen direkt auf die bei Bubbler.net gehosteten Webseiten auswirken.

Bubbler liegt das Konzept zugrunde, dass ausgehend von der Startseite des Nutzers (die automatisch angelegt wird, weitere Seiten hinzugefügt werden können. Alle Seiten haben dabei verschiedene Bereiche wie eine Linkliste sowie einen File-Bereich, aber auch einen Bereich für Fotos sowie einen für aktuelle Notizen. Wenn man so will, entspricht letzterer einem Weblog: jederzeit können zusätzliche Notizen mit einem WYSIWYG-Editor erstellt werden und erscheinen dann oben in diesem Bereich, während die bisherigen Notizen nach unten rutschen.

Bilddateien können einfach in das Bubbler-Programmfenster gezogen werden, werden dann automatisch auf den Server übertragen und ein Vorschaubild wird im Picture-Bereich der bearbeiteten Seite angelegt sowie mit der Originaldatei verlinkt. Ebenso einfach können Dateien zum Download angeboten werden: Einfach ins Bubbler-Fenster ziehen, das Programm sorget automatisch für Upload und Verlinkung an der richtigen Stelle. Zur Pflege der Linkliste ist etwas mehr Handarbeit nötig, aber auch diese wird dann automatisch verwaltet. Fast müßig zu erwähnen: Alle Inhalte können nachträglich bearbeitet, ergänzt oder gelöscht werden, wobei die Konsistenz der erzeugten Seiten jederzeit gewahrt bleibt.

Neben einfachen Weblog-Einträgen gibt es auch einen "Report"-Modus, der ein Zwischending aus Live-Blogging und Chat ermöglicht: Ein sehr einfaches Eingabefenster erlaubt die Eingabe kurzer Nachrichten, denen automatisch Nickname und Uhrzeit vorangestellt werden. Die Kurznachrichten erscheinen direkt nach dem Abschicken untereinander als einzelne Notiz (also chronologisch geordnet, während die verschiedenen Notizen Weblog-üblich umgekehrt chronologisch angeordnet sind. Eine Komentarfunktion gibt es allerdings (derzeit) nicht.

Was das System spannend machen könnte ist die integrierte Teamverwaltung: Ähnlich zu Blogger.com kann man Bekannte einladen und ihnen so ermöglichen, an einer oder mehreren Seiten mitzuarbeiten. Dementsprechend gibt es auch eine Benachrichtigungsfunktion für Teammitglieder, wenn sich der Inhalt einer Seite ändert. Und auch ein RSS-Feed lässt sich für die Seiten aktivieren, die übrigens auch mit Passwort geschützt werden können.

Diese Funktionen machen das System grundsätzlich für Zusammenarbeit (Collaboration) und Projektarbeit interessant. Allerdings wirkt alles doch eher auf Kids und Communities ausgerichtet und weniger auf Business-Kunden. Auch fehlt zumindest ein Kalender-Modul, und auch die Möglichkeit, Einträge "sticky" zu machen oder gegen unabsichtliche Änderungen zu schützen, habe ich vermisst. So interessant die Teamfunktionen generell sind, scheinen sie derzeit doch vor allem darauf abzuzielen, rasch Freunde und Bekannte einzuladen – für die dann nach 30 Tagen Gratisnutzung ebenfalls monatlich 4,95 US-$ fällig werden.

Der Output des Systems ist XHTML, tabellenfrei. Für jede Seite kann der Nutzer ein eigenes Layout festlegen, wobei er derzeit aus 13 Basislayouts wählen kann, die schlicht durch unterschiedliche Cascading Style Sheets (CSS) realisiert werden. Grundlage für die Funktionalität ist neben dem lokalen Client der sogenannte Bubbler-Server … Details dazu gibt es in diesem Whitepaper (PDF).

Bottom line:
Bubbler bietet ein interessantes Konzept: Tatsächlich können Webseiten ohne HTML-Kenntnisse gepflegt werden … und das sogar im Team. Im Detail wünscht man sich etliche zusätzliche Funktionen und kommt rasch auf eine Menge Ideen, wie das System erweiterbar wäre.

Five Across hat mit dem System gerade den DEMOgod Award 2005 für "The Fastest Full-Featured Demo in The West" gewonnen. Begründung der Jury: “The blogging tool was up and running in about two minutes.”

Der zentrale Server und die furchtbaren, von Bubbler vergebenen URLs sind allerdings verbesserungswürdig. Interessanterweise kann das Setup-Programm auch nach einem lokalen Bubbler-Server im Intranet suchen, was vermuten lässt, dass das System auch als Ganzes an Organisationen vertrieben werden soll. Als Intranet-Lösung wäre Bubbler auch im B2B als Projekttool einsetzbar, wenn es geeignet weiterentwickelt werden würde. Wie sich die Plattform entwickelt, ist zweifellos spannend zu beobachten!

TNS Emnid ermittelt “Auktionspotenzial”

Eine repräsentative Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid hat jetzt ergeben, dass in deutschen Haushalten Gegenstände im Wert von rund 20 Miliarden Euro ungenutzt herumstehen. Das sind laut Studie durchschnittlich noch voll funktionsfähige Waren im Wert von 538 Euro, die jeder Deutsche rumstehen hat. Gehortet wird alles von Antiquitäten über neuwertige Babywäsche bis hin zu funktionsfähigen Videorekordern und nie genutzten Zuckerdosen.

Warum wir das erwähnen? Die Studie wurde von eBay in Auftrag gegeben … und zeigt, wo das Unternehmen das Potenzial für weitere Online-Auktionen sieht. Schätzungen zufolge werden bei eBay schon heute täglich bis zu 400.000 Auktionen abgeschlossen – was bedeutet, dass heute schon täglich Päckchen und Pakete in ähnlicher Größenordnung nur aufgrund von Online-Auktionen verschickt werden. Da fällt es fast schwer zu entscheiden, ob man besser in das Online-Auktionshaus oder in die Logistikunternehmen investiert grin

Besorgt um Ihre Online-Sicherheit?

Machen Sie sich manchmal Gedanken um die Sicherheit Ihrer Online-Zugänge, Netzwerke und Server? Sollten Sie jedenfalls … ein typischer Webserver ist beispielsweise Hacker-Angriffen im Minutentakt ausgesetzt. Ganz interessant und hilfreich sind da für die Absicherung die Informationen auf SilentNight Network and Systems Information Pages: Dort findet man Listen mit Default-Usern, die in vielen Systemen aktiviert sind, aber auch Aufstellungen häufig verwendeter Passwörter … also jenen, die Sie keinesfalls nutzen sollten.

Pizza für Online-Rollenspieler

Sony hat für sein Online-Rollenspiel "Everquest II" eine Kooperation mit Pizza Hut abgeschlossen: Amerikanische Spieler können jetzt durch das Kommando /pizza direkt eine Online-Bestellung aufgeben, die über den Home-Delivery-Service der nächstgelegenen Pizza-Hut-Filiale abgewickelt wird.

Everquest II Pizza-Service

Ein nettes Feature, aber vor allem ein Ausblick auf zukünftige Marketing-Kooperationen in Online-Spielen. In diesem Fall ist die Pizza selbst noch nicht selbst Inventar-Gegenstand des Spiels, aber ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis man direkt aus den jeweiligen Spielen heraus Replikas der Waffen und Ausrüstungsgegnstände bestellen kann. Oder bei Autorennspielen könnten die Pkw-Hersteller Modelle featuren und gleich online Werbematerial und Angebote verschicken oder den Spielern ermöglichen, online Probefahrten zu vereinbaren. Vielleicht gibt es dann ja sogar den Porsche NfS-X Edition mit Direktbestellmöglichkeit?