Yahoo!-User sollen Suchergebnisse verbessern

Reuters berichtet, dass Yahoo! seine User einbinden möchte, um die eigenen Suchergebnisse zu optimieren. Wie genau das funktionieren soll, sagt Yahoo! noch nicht. Allerdings hofft man, dass die Suche verbessert werden kann, wenn die Interessen und Gewohnheiten der Nutzer bei der Trefferbestimmung berücksichtig werden können.

Nette Theorie. Es stellt sich nur die Frage, ob “Interessen und Gewohnheiten” die Suche wirklich maßgeblich beeinflussen? Wenn ich von mir ausgehe, wünsche ich mir bei einer Internet-Recherche häufig ja gerade neue, unbekannte Treffer – die trotzdem “relevant” sein sollen. Würde ein Profil nicht eher dafür sorgen, dass ich eher Treffer zu sehen bekomme, die anderen, mir bereits bekannten Resultaten irgendwie ähnlich sind? Und außerdem: Wollen die Nutzer überhaupt einem Suchmaschinenbetreiber erlauben, Interessen und Gewohnheiten zu protokollieren? Die Diskussionen um Google und GMail lassen da durchaus Zweifel aufkommen…

PC Pro und Internet Pro als E-Paper-Abo im Zinio-Format

VNU startet Digitalausgaben von PC Professionell und Internet Professionell. Dabei kommt der Zinio Reader zur Nutzung der digitalen Inhalte zum Einsatz. Zinio ist in den USA bereits im Einsatz, das Zinio-Format erweitert Print-Magazine um zahlreiche Digitalfunktionen und verwaltet sie mittels DRM. Zinio verwendet zwar Technologien des Acrobat Reader, erweitert sie jedoch um eine Reihe von Funktionalitäten. So sind neben der Volltextsuche und der digitalen Archivierung auch Kommentierung und Anbringung von Notizen möglich, die auch an andere mitgeschickt werden können. Die User-Konten werden mittels integriertem Digital Rights Managments verwaltet, so dass auch versehentlich gelöschte Ausgaben kostenlos erneut heruntergeladen werden können. Der Zinio Reader ist kostenlos zu beziehen.

Derzeit bietet VNU kostenlose Schnupperabos für jeweils drei Ausgaben, über die man das Angebot und den Zinio-Reader prüfen kann. Zu welchem Preis das E-Paper-Abo zukünftig angeboten werden soll ist bisher nicht bekannt. Man darf gespannt sein, ob das proprietäre Format und die eingebauten DRM-Funktionen vom Markt angenommen werden – zudem wird die Akzeptanz wesentlich durch die Preisgestaltung beeinflusst werden.

Autoren aufgepasst: Gestohlene Texte bei eBay

Bei Webmasterworld ist über einen Copyright Nightmare zu lesen: Ein Content-Anbieter fand seine eigenen Texte bei eBay in der “non-fiction book” Kategorie, obwohl der Anbieter keinerlei Rechte an dem Content hatte. Ein Testkauf zeigte: Es war wirklich Wort für Wort der eigene Content … und er ging weg wie warme Semmeln. Nach einigem Hin-und-her reagierte eBay zwar und entfernte den Artikel – aber da war es im Grunde schon zu spät. Die bisherigen Käufer wurden angeschrieben, aber um den Verkäufer zu belangen müsste man eine Klage anstreben.

Nun zeigt das ja eigentlich zweierlei: Selbst Content (wenn er denn gut gemacht ist) findet bei eBay seinen Markt – es gibt durchaus ehrliche Käufer, die bereit sind, für Inhalte zu zahlen. Nur können sie gar nicht sicher sein, ob der Anbieter überhaupt das Recht an den Inhalten besitzt und erstehen hier ggf. gestohlene Waren. Andererseits sollten Content-Anbieter die Augen aufhalten, wo überall andere an ihrer Arbeit partizipieren. Content-Klau im Internet ist durchaus üblich, es ist ja gar so einfach. Selbst das komplette Mirroring von Websites kennen wir ja. Aber eBay-Angebote mit gestohlenen Inhalten sind dann doch eine neue Qualität.

Suchmaschinen-Marketing-Anbieter preist Suchmaschinen-Marketing – oder so

<e>MARKET, das Webmagazin für Online-Marketing und E-Commerce berichtet:

Suchmaschinen-Marketing liegt nicht umsonst im Trend: Wie eine Studie des amerikanischen Suchmaschinen-Marketinganbieters iProspect zeigt, sehen inzwischen 43,1 Prozent der weiblichen und 34,6 Prozent der männlichen Internet-Nutzer die bezahlten Suchergebnisse als relevanteste Ergebnisse an. Dennoch werden reguläre Suchergebnisse noch deutlich häufiger angeklickt als bezahlte, so die Studienautoren. […]

Arghhh … wer sucht solche Meldungen aus? Wenn schon erwähnt wird, dass die Studie von einem “Suchmaschinen-Marketinganbieter” stammt, dann erwarte ich eigentlich, dass die Ergebnisse ein wenig kritisch hinterfragt werden hmmm

Was denken Leser?

“Was meinen Sie, welchen Weg changeX einschlagen soll?” Peter Felixberger, Chefredakteur des “unabhängigen Online-Magazins für Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft” nimmt die Rezension eines Buches zum Anlass, die Frage in den virtuellen Raum zu stellen, ob ChangeX ein Abomodell einführen oder weiterhin “im Prinzip auf dem labilen Werbemarkt verankert” bleiben soll.

Ich meine, solche Fragen sollte man nicht stellen. Man sollte ein Angebot schneidern und schauen, ob es angenommen wird. Das sagt letztlich mehr als 1000 Absichtserklärungen das je tun können.